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Leserbrief an Hilmar Kopper

 

Michael Spreng - gute Wahl, Edmund Stoiber!

Sehr geehrter Herr Dr. Stoiber!

zur ots-Meldung ( siehe auch offener Brief an BFM Eichel - Verkauf DEA/ARAL )
Bundeskartellamt und BWM (Rexrodt in der Kohl-Regierung) Müller

 

Gerhard Schröder ist für mich kein Konkurrent. Er dient unserem Land. Ob gut oder schlecht ist Ansichtssache. Konkurrenten sind vielmehr diejenigen, die nicht unserem Land dienen, sondern ihrem Profit. Beispiel: in Frankfurt am Main sollen 15.000 Bankangestellte entlassen werden - merkwürdig, finden Sie nicht auch? Untersuchen Sie die Aktionärsstruktur, denn man kann es sich offensichtlich leisten, 14 Stunden täglich (Wochenenden eingeschlossen) die Geschäftsräume leerstehen zu lassen. Wenn mir die Türme gehörten, würde ich zunächst versuchen, Räume, Etagen zu vermieten, statt Menschen zu entlassen. Wenn ich aber Kapitalanleger (Global-Player) bin... - Klären Sie endlich den Bürger über die tatsächlichen Machtverhältnisse in unseren Grosskonzernen auf, damit sie wissen, wer sie eigentlich warum entlässt. Es wird dann auch deutlich, warum "Made in Germany" nicht mehr das ist, was es einmal war. Nicht etwa die Arbeit oder Arbeitsmoral ist schlechter geworden; die Aktionärsmehrheit hat sich vielmehr dramatisch in unserem Land (ins Aussereuropäische) verlagert. Merkwürdige Globalisierung, die ja wohl auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung stattfindet und uns Arbeitslose in Millionenhöhe beschert.

Konkurrenten können Firmen, Konzerne und  Mitgliedstaaten untereinander sein: grösster Konkurrent unserer Europäischen Gemeinschaft ist Amerika...

Wir sollten beginnen zu unterscheiden, wer unser Freund, wer unser Konkurrent ist. Gerhard Schröder, SPD, Grüne und PDS sind nicht unsere Konkurrenten. - Sie sollten sich auch Ihre Koalitionsaussage gut überlegen. Die FDP ist heute nicht ohne Grund weder im europäischen Parlament noch in der EU Kommission noch vertreten. Man bedenke nur einmal, wie lange welche EU-Kommissare die FDP mit welchem Ergebnis für Deutschland stellte. Weder die FDP noch Herr Dr. Guido Westerwelle haben bis heute unsere Frage beantwortet, warum Herr Westerwelle Mitglied im Vorstand der Atlantik-Brücke ist. Interessant in diesem Zusammenhang auch, welchem Ministerium das Kartellamt untersteht...

Ein Letztes noch: im Osten gibt es nicht nur Herrn Schönbohm... Und Frauen mit Durchblick haben wir auch, nicht nur, weil sie im €uro "Monopoly-Geld" sieht - Supervergleich, wenn ich mir heute den Zustand unserer Nation anschaue...

 

 

Mit Sicherheit schützt die Namens-Aktie vor feindlichen Übernahmen, Beispiel Schweiz - schnelles Geld lässt sich damit nicht machen, aber man ist auf der sicheren Seite, im Gegensatz zu Deutschland und der Inhaberaktie: schnelles Geld, schneller Ausverkauf, mix it Baby - klar geht man heute in Deutschland zur Namensaktie über, die neuen Machthaber wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben; im Klartext: die Namensaktie kommt für uns zu spät, wir hätten sie mindestens schon 1990 haben müssen - aber 1990 war auch das Justizministerium nicht mit der CDU/CSU oder der SPD besetzt, auch das Wirtschaftsministerium war nicht in Händen von CDU/CSU oder SPD - auch stellten weder CDU/CSU noch die SPD den Aussenminister - man kann nur für Deutschland hoffen, dass solch gravierende Ministerien nicht mehr in die Hände von Punkt Parteien geraten. Was diese geleistet haben, sieht man am ausverkauften Zustand unserer Nation und den Millionen Arbeitslosen.

 

Siehe hierzu auch [Fusionskontrolle]  [Machtverhältnisse]  [Banken]


Gudrun Seidl, cenjur CE juristisch-politisches Info-Magazin von SEIDL
seit 12 Jahren tätig auf dem Gebiet des EU-Rechts (Bearbeitung/Produktion) und EU-Berichterstattung
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