«Babyklappe» für ausgestoßene Kinder verzweifelter Mütter
Rettung für ungewünschte Babys
 

Mütter können ihre Kinder in Hamburg künftig anonym hinter einer Sperrholzklappe ablegen, um sie vor einem ungewissen Schicksal oder gar dem Tod zu bewahren. Die Babys fallen dann in ein warmes Bett, wo Sensoren zwei Minuten später die Ankunft melden, erklärte am Montag Heidi Kaiser, pädagogische Leiterin des Hamburger Jugendhilfevereins «SterniPark», der das Projekt betreibt.

 

Auf die Idee kamen die Mitarbeiter, nachdem in der Hansestadt im vergangenen Jahr mehrfach Neugeborene ausgesetzt worden waren. Eines davon starb in einem Altpapier-Container. Das Projekt «Findelbaby» soll Mütter in extremen Notsituationen davon abhalten, ihr Kind auszusetzen oder sogar zu töten, erklärte Kaiser. Die «Babyklappe» befindet sich in der Tür des Jugendhilfevereins. Frauen, die keinen anderen Ausweg sehen, als ihr Kind dort abzugeben, wird Anonymität zugesichert. Mütter, die sich in ihrer Verzweiflung der Klappe bedienen, haben bis zu acht Wochen Zeit, es sich noch einmal anders zu überlegen.

 

Das Projekt mit der Babyklappe ist nach Angaben von «SterniPark» bundesweit einmalig. In drei Wochen soll die Klappe in Betrieb genommen werden. Eine weitere Annahmestelle ist im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg geplant. Bereits seit dem 20. Dezember können sich bei dem Jgendhilfeverein unter der Notruf-Nummer 0800-4560789 schwangere Mädchen und Frauen melden.

 

 Unter diesen drei Links können Sie sich näher erkundigen

 

http://www.sternipark.de

http://www.sternipark.de/oeffentlichkeit/index.htm

http://www.sternipark.de/findelbaby/index.htm